Die Liquidationsabschlussbilanz der Ralf Burger AG wurde zum 31. Dezember 2025 erstellt. Die Aktiengesellschaft hat ihre Geschäftstätigkeit zum 31.12.2025 eingestellt.
Die Ralf Burger AG war ein Linux-Systemhaus mit langjähriger Erfahrung, spezialisiert auf Open Source Software, Netzwerktechnologie, Migration und PostgreSQL-Datenbanken.
Zu den Kunden gehörten kleine und mittelständische Betriebe ebenso wie Großkonzerne, Forschungseinrichtungen, Banken und Behörden – aus vielen Teilen Deutschlands. Die Gesellschaft befand sich zu keinem Zeitpunkt in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Die Auflösung war eine bewusste unternehmerische Entscheidung ihres Gründers.
Vor über 40 Jahren habe ich meine ersten Hard- und Softwareprojekte für den Arzneimittelgroßhandel und für Hersteller von Brennelementen entwickelt. Vor über 30 Jahren habe ich die Burger-AG gegründet und war Inhaber/Gesellschafter weiterer IT-Unternehmen.
In dieser Zeit wurden von mir u. a. Hochregallagersteuerungen konzipiert, realisiert und in Betrieb genommen, Softwarepakete für Wasserbeschaffungsverbände, Zimmervermietungen, Containervermietungen und Großparkplatzbetreiber entwickelt – und noch vieles mehr.
Die Burger-AG war zu keinem Zeitpunkt in wirtschaftlichen oder finanziellen Schwierigkeiten. Die Auftragslage wäre mehr als nur gut gewesen, wenn wir nicht seit Jahren konsequent alle Anfragen nach Neuprojekten ablehnten.
Das gesamte unternehmerische Umfeld in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren so massiv verschlechtert, dass ich am 23. Oktober 2024 in der Hauptversammlung den Beschluss gefasst habe, die Burger-AG zum 31. Dezember 2025 zu liquidieren.
Das bedeutet aber nicht, dass ich aufhöre zu arbeiten oder gar insolvent wäre. Ich habe keine Lust mehr, den übermäßigen bürokratischen Aufwand einer IT-Aktiengesellschaft zu tragen und ständig wachsende und völlig sinnfreie behördliche Vorgaben zu erfüllen.
Daher werde ich ab 2025 nur noch als Freiberufler agieren und stehe als solcher selbstverständlich nach wie vor für spannende Projekte zur Verfügung.
Ausdrücklich bedanken möchte ich mich an dieser Stelle bei allen, die diesen langen Weg mit mir gegangen sind und/oder immer noch gehen.
Namentlich erwähnen möchte ich ausdrücklich (in weitgehend chronologischer Reihenfolge): Helga, Wilfried, Uta, Fussel, Cornelia und Helmut, Delia, Marian, Wolfgang und Gabi, Heidrun und Anna, Gerd – einige weilen leider nicht mehr unter uns. Und ich bin sicher, dass immer noch viele Namen fehlen.
Auch den vielen nicht namentlich Genannten sage ich: Vielen Dank! Ohne Euch hätte ich es nicht bis hierher geschafft.
Fast alle Projekte, die ich in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt habe, waren Open Source. Aber die Veröffentlichung und die Dokumentation blieben dabei leider oft auf der Strecke. Das Tagesgeschäft, der übliche Verwaltungsaufwand, Zeitdruck, Kundenwünsche und neue Projekte forderten immer ihren Tribut. Es blieb einfach keine Zeit, alle Entwicklungen und Projekte so zu dokumentieren, wie es eigentlich notwendig wäre.
Da ich mich nun von IHK, VBG, „GEZ", ISO 9000 und weiteren Spaßbremsen weitgehend befreit habe, habe ich die notwendige Zeit, mich damit zu befassen – und zu versuchen, etwas an diejenigen zurückzugeben, die mir den Aufbau meiner Firmen erst ermöglicht haben. Alles, was ich seit den 90er Jahren entwickelt habe, basierte irgendwie auf Open Source und den entsprechenden Lizenzen – der GPL und dem Engagement von Menschen wie Stallman, Torvalds und vielen, vielen anderen.
Die Entwicklungen im KI-Bereich geben mir nun zusätzlich die Möglichkeit, mich auf den Kern der Entwicklung zu konzentrieren – und Dinge wie optisch gefällige Gestaltung des Codes, Präsentation, Dokumentation und Testauswertungen einem nicht-menschlichen Partner zu übertragen. Damit versuche ich, etwas von dem zurückzugeben, was mir Softwareentwicklung erst ermöglicht hat.
Ich fange dann mal ganz klein an:
Warum Codeberg?
Falsche Frage – eigentlich müsste sie heißen: „Warum nicht GitHub?"
Nun, die Antwort ist: weil GitHub mittlerweile einem Unternehmen gehört, das mich
10 Jahre lang ganz massiv geärgert hat. Also suchte ich nach einer Alternative –
und meine Wahl fiel auf Codeberg.
Mehr als 40 Jahre praktische Erfahrung in der IT – von Embedded Systems und Hochregallagersteuerungen über PostgreSQL-Optimierung bis zu Linux-Migrationen für Mittelstand und Großkonzerne.
→ Kontakt und Angaben zur freiberuflichen Tätigkeit: Impressum